13. Dezember 2006

Alkoholismus - schweres Thema!

Es ist schwierig, sich mit dem harten Wort Alkoholismus auseinanderzusetzen.
Alkohol du böser Geist...
Es ist aber niemand zu jung (oder zu alt), um Probleme mit dem Alkohol zu haben.
Denn Alkoholismus ist eine Krankheit. Sie kann jeden treffen!

Aus gegebenem Anlass möcht ich einfach nur ein wenig zum Nachdenken, sich mitteilen, oder anderem anregen.
Ich mache derzeit Erfahrung mit dem Thema in meinem Freundeskreis - und ich muss sagen, dass es alles andere als lustig ist, jemandem zusehen zu müssen wie er sich versäuft...die Einsicht ist bereits da und auch die Bereitwilligkeit eine Therapie zu machen - aber genügt das auch wirklich??!!

Was ist Alkoholismus?

Alkoholismus bedeutet, dass ein Mensch in Bezug auf Alkohol in eine seelische und körperliche Abhängigkeit gerät. Dabei wird die körperliche Abhängigkeit durch physische Entzugssymptome in Trinkpausen, die seelische Abhängigkeit durch das zwingende Verlangen nach weiterem Alkoholkonsum charakterisiert. Der Konsum von alkoholischen Getränken hat für die betroffene Person Vorrang gegenüber Verhaltensweisen, die zuvor einen höheren Stellenwert besessen haben, so dass es in weiterer Folge zu psychosozialen und körperlichen Schäden kommt. In diesem Fall spricht man von Alkoholkrankheit.
Wann ist ein Mensch alkoholkrank?

Ein Mensch ist alkoholkrank, wenn

- er nach dem Konsum einer geringen Alkoholmenge ein unzähmbares
Verlangen nach mehr Alkohol verspürt,
- er weiter trinkt, obwohl er weiß, dass er aufhören sollte,
- er immer mehr Alkohol braucht, um dieselbe Wirkung zu erzielen,
- er heimlich und alleine trinkt,
- er durch seinen Alkoholkonsum einen Organschaden in Kauf nimmt,
- er durch sein Trinkverhalten die Beziehung zu seinen Mitmenschen
stört,
- er trinkt, um Entzugssymptome zu mildern,
- es zu einer Zentrierung des Denkens und Strebens nach Alkohol kommt
und dies zu einer fortschreitenden Vernachlässigung des sozialen
Lebens oder anderer Interessen führt.

Wann ist man gefährdet, alkoholkrank zu werden?

Alkoholkrank wird man nicht von heute auf morgen. Diese Krankheit entwickelt sich schleichend, und kein Konsument alkoholischer Getränke ist davor gefeit.

Kritisch wird die Situation, wenn

- Alkohol zum Essen oder Ausgehen einfach dazugehört und nicht mehr
wegzudenken ist,
- bei psychischen oder sozialen Belastungen getrunken wird,
- die Vorstellung, für einige Zeit abstinent zu leben, Unbehagen
bereitet,
- man sich erst nach einigen Gläsern richtig ausgeglichen und wohl
fühlt.

Treffen mehrere dieser Punkte zu, sollte man sein Trinkverhalten grundsätzlich überdenken. Ein tägliches Quantum bis zu 16 g reinen Alkohols bei Frauen und 24 g bei Männern (20 g entsprechen einem halben Liter Bier oder einem Viertel Wein) gilt nach derzeitigem Stand der Wissenschaft als unbedenklich (Harmlosigkeitsgrenze). Überschreitet der tägliche Konsum 20-40 g bei Frauen bzw. 60 g bei Männern spricht man von Alkoholmissbrauch, der ein deutlich erhöhtes Risiko für Folgeschäden nach sich zieht (Gefährdungsgrenze). Derzeit gibt es Bestrebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Toleranzgrenze auf 7 g zu senken.
Die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit dauert im Durchschnitt 10 Jahre.

soviel dazu vorerst mal - vl. können wir das thema ja erweitern...
Autor: dienadiauswien - 14:27:20 - Kategorie: Allgemein - Trackback Url Trackback Info
Kommentare

happy-susi schrieb:

Nadi, du machst mir angst! wegen dir werde ich jetzt am WE lieber weniger glühtschi vernichten... und dafür mehr von den kandirten äpfeln naschen ;-)

happy-wochenende!
15.12.2006 12:33:33

happy-susi schrieb:

ähm... kandierte äpfel... woa nur a tippfehler ;-)

happy-i-glaub-i-sauf-wirklich-z'vü...?!
15.12.2006 12:35:14

dienadiauswien schrieb:

:-) keine angst kriegen....aber is doch ein sehr allgemeines thema über das nur niemand spricht - ICH SCHON ;)

:-) jaja, solang du es bemerkst is ja gut :)
19.12.2006 12:37:09

Jupiter schrieb:

Sehr gut!
Endlich einmal das Thema so behandelt, wie es sein soll.
Wer sich über die körperlichen Auswirkungen des Alkoholismus informieren will gehe ins Pathologisch-Anatomische Bundesmuseum im Narrenturm.
Dort kann man in der allgemeinen Ausstellung im Erdgeschoß sehr eindrucksvoll und ganz einfach nebeneinander gesunde Organe und Alkoholiker-Organe sehen. (Auch das, was sonst zu sehen ist, ist übrigens interessant).
Geöffnet: Mittwoch 15-18 Uhr, Donnerstag 8-11 Uhr, jeder erster Samstag im Monat 10-13 Uhr
11.02.2007 22:36:36

Keckei*** schrieb:

Trinken is für mich was genz normales, um eifach alle soregn zu vergessen. ich will gar den aufhören ganz ehrlich! ich trinke jetzt seit ca 3 jahren täglich!
05.04.2007 17:49:37

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